Wir sind die Borg …. Assimilation politischer Themen

Star Trek „The Borg“, eine feindliche Maschinen-Rasse, die andere Zivilasionen assimiliert. (Foto: Marcin Wichary/Wikipedia)

„Wir sind die Borg. Sie werden assimiliert werden. Deaktivieren Sie Ihre Schutzschilde und ergeben Sie sich. Wir werden ihre biologischen und technologischen Charakteristika den unsrigen hinzufügen. Ihre Kultur wird sich anpassen und uns dienen. Widerstand ist zwecklos!“

Star-Trek-Fans wissen mit diesem typischen Zitat aus der weltbekannten TV-Serie etwas anzufangen. Allen anderen sei erklärt, dass „Die Borg“ eine feindliche Spezies sind, die andere Planeten und Welten erobern und deren Bevölkerung sowie deren Technologie, Kultur und Wissen zwangsweise assimilieren und zum Bestandteil ihrer eigenen Kultur und Rasse machen.

Themen werden assimiliert

Derzeit scheinen einige „politische Borg“ in Rathaus zu sitzen. Wie wir in den letzten Wochen erleben durften, werden vor allem die Themen, die auf den beiden bisherigen Bürgerforen erarbeitet wurden und ihren Niederschlag in der Berichterstattung der Allgemeinen Zeitung fanden, ebenfalls „assimiliert“.

Aktuelles Beispiel GWG

Im jüngsten Fall ist es das Thema GWG und Transparenz. Vor Monatsfrist noch konnte sich der Interims-Bürgermeister Krethe nicht einmal daran erinnern, dass die Stadt Oppenheim immerhin 13 Prozent Anteile an der GWG hält. Auf beiden Bürgerforen wurde die mangelnde Transparenz der GWG und der Hindernislauf, den einige GWG-Genossen bisher bei der Einsicht in die Mitgliederliste absolvieren mussten, öffentlich diskutiert. Am 2. Mai berichtete die Allgemeine Zeitung unter der Überschrift „Initiative fordert Transparenz und Aufklärung“, das eben diese Genossenschaftsmitglieder sich gemeinsam für mehr Transparent und Offenheit in der GWG und einer außerordentliche Generalversammlung einsetzen wollen. Und schwups, prompt springt die fraktionslose Frau Kloos in dem AZ-Bericht vom 3. Mai auf das Thema an und sagt „Der Braten stinkt“. Es wird wieder versucht, dieses Thema zu assimilieren und für die bisherige Stadtspitze auszuschlachten.

Pflanzenpatenschaften

Das gleiche geschah zuvor beim Thema der Patenschaften für Pflanzinseln und Baumscheiben in der Stadt. Auf den Bürgerforen wurde ausführlich diskutiert, dass hier Oppenheimer Bürger die Pflegepatenschaft für solche kleine grüne Inseln übernehmen können. Und schwups, stürzen sich Marc Sittig und Helmut Krethe auf das Thema, lassen sich in altgewohnter Bürgermeister-Manier in der Osthofener Zeitung entsprechend ablichten um das Thema für sich zu erschließen und politisch nutzbar zu machen. Das Thema wird auch auf der Internetseite der Stadt Oppenheim entsprechend platziert, zwar mit dem kurzen Hinweis, dass „der Wunsch aus der Bürgerschaft“ aufgenommen werde. Aber es soll vor allem das Thema besetzt werden.

Geschieht all das, um die Wünsche der Bürger zu respektieren und umzusetzen? Es wird vordergründig behauptet. Es geht wohl viel mehr darum, politische Themen zu besetzen oder diese, wenn von anderen initiiert, eben diesen anderen streitig zu machen und wegzunehmen. Es darf vermutet werden, dass derlei Manöver noch öfter zu beobachten sein werden. Achim Schiff, der im Bürgerforum mit einer Arbeitsgruppe das Thema Kultur aufarbeitet, wurde ja ebenfalls schon von Marc Sittig als „seine Idee“ besetzt. Zitat Marc Sittig aus Facebook: „Ich freue mich, dass der Stadtrat, auf meinen Vorschlag hin, Achim Schiff in den Kulturausschuss gewählt hat. Achim Schiff ist als unabhängiger, kritischer „Geist“ und kulturell sachverstäntiger Bürger bekannt.“

Diesen Vorschlag zu machen und Schiff zu berufen, das an sich ist ja völlig in Ordnung. Nur bleibt abzuwarten, wie das Thema dann kommunikativ ausgeschlachtet wird.

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