Politik nach Gutsherrnart

Oppenheim aus der Luft im Jahr 2007 (Foto: Wikipedia/Fritz Geller-Grimm)

Marco Meidinger, der bei der HGO und auch bei der GWG wohl noch durch Einfluss des zurückgetretenen Stadtbürgermeisters Marcus Held an wichtigen Schaltstellen installiert wurde, ist jüngst auch als SPD-Stadtratsmitglied nachgerückt. Eigentlich müsste man sagen „eingerückt“, da er kein offiziell gewählter Nachrücker auf der SPD Liste ist. Die offiziellen Nachrücker hätten abgelehnt, so informierte Interims-Stadtchef Krethe in der entsprechenden Stadtratssitzung.

Nachrücker wurden schlichtweg nicht gefragt

Jetzt lesen wir in der Allgemeinen Zeitung, dass zumindest einer der offiziell gewählten Nachrücker, Werner Bonn, überhaupt nicht gefragt wurde. Es wurde in der entsprechenden Stadtratssitzung quasi einfach in seinem Namen abgesagt. Er liest erst in der Zeitung, dass er angeblich abgesagt habe und holt dass dann an dieser Stelle selbst nach.

Die SPD Oppenheim hat ihn also nicht nur nicht gefragt, ob er nachrücken möchte, sie hat ihm ihre Entscheidung wohl noch nicht einmal mitgeteilt. Das mit den anderen Nachrückern ebenso verfahren wurde, darf vermutet werden. Wurde also dafür gesorgt, dass ein Held treu ergebener Mann in der Person von Marco Meidinger auch im Stadtrat platziert wurde, damit der Ex-Bürgermeister noch Einfluss, zumindest aber Informationen aus erster Hand bekommt?

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