GWG-Spitze spielt mit Ängsten und falschen Argumenten

Das Schreiben an die Mieter.

Ein Schreiben der GWG-Führung an die Mieter macht derzeit die Runde. Es richtet sich an die Mieter und Anteilseigner der Genossenschaft. Unterschrieben ist es lediglich mit der gedruckten Zeile „Vorstand und Aufsichtsrat“, aber nicht von einer Person wie beispielsweise Geschäftsführer Marco Meidinger. Also: Autor unbekannt.

In dem Schreiben wird sehr sorgfältig formuliert, dass „keine Wohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt werden sollen und Mieter die Wohnungen kaufen müssen“. Was allerdings damit nicht ausgeschlossen wird ist, dass die derzeitige GWG-Führung komplette Häuser an Investoren verkauft. Was ein solcher dann mit den Wohnungen macht, steht auf einem anderen Blatt.

Welchen Zweck hat die Begehung?

Es wird damit geködert, dass Häuser jetzt begangen und auf Sanierungsbedarf überprüft werden, um hier Maßnahmen und Prioritäten ableiten zu können. Als ob das nicht die reguläre Aufgabe einer Immobilien-Betreiberfirma wie der GWG wäre. Ob diese Begehung vielleicht einen anderen Zweck hat – Wertermittlung – ist nicht zu sagen, das wäre Spekulation.

Die externen Berater werden erwähnt und es wird sehr kurz und knapp deren Auftrag skizziert. Aber warum wird nicht Transparenz gepflegt und mal konkret gesagt, was diese Berater gekostet haben?! Von sechsstelligen Summen war da auf der Bürgerversammlung am 10. Oktober die Rede. Was man mit diesem Geld alles hätte sanieren und machen können.

Sensation: Unvermietete Stellplätze entdeckt

Damit nicht genug, diese teuren Berater haben ein geradezu „unglaubliches“ Potenzial entdeckt: Bisher nicht vermietete Stellplätze. Um das festzustellen braucht man tatsächlich teure, vielleicht teuerste Berater? Hätte da nicht ein Blick in eigene Unterlagen und Daten ausgereicht, um das festzustellen? Wenn ein gehobener Schatz deutlich weniger wert ist, als der Aufwand, den man für das Heben getrieben hat, dann zahlt man drauf!

Die GWG-Führung schickt derzeit wohl MitarbeiteIn und Handwerker herum, um von Mietern/Anteilseignern Stimmvollmachten einzusammeln. Das geschieht wohl nicht das erste Mal. In der Allgemeinen Zeitung dementierte Helmuth Kreteh genaus das: „GWG-Vorstand Helmut Krethe wies Schultzes Schilderung auf AZ-Anfrage zurück: „Es sind keine Angestellten der GWG im Auftrag von Vorstand und Aufsichtsrat unterwegs, um Stimmvollmachten zu sammeln.“. Aber der Bericht in der heutigen AZ dürfte diese Aussage wohl wiederlegen, denn zwei Mieter berichten, dass eben doch jemand herum geht und auf GWG-Geschäftspapier Unterschriften sammelt.

Die Insolvenz betrifft die GWG nicht – doch!

Die GWG-Spitze wird zudem nicht müde zu behaupten, die Insolvenz der HGO hätte keinerlei Auswirkungen auf die GWG. Falsch!

1. Die HGO ist eine Tochter der GWG.

2. Die GWG bürgt mit nicht unerheblichen Beträgen für die HGO.

3. Der Insolvenzverwalter hat ausschließlich die Aufgabe, sich um die HGO zu kümmern und keine Rücksicht auf die GWG zu nehmen. Deshalb wird er die Bürgschaft der GWG im Bedarfsfalle „ziehen“.

Marcellus sagt in Shakespears „Hamlet“: „Es ist was faul im Staate Dänemark“. Auch in der GWG ist unter der aktuellen Führung so einiges faul. Unser Immobilien-Experte Gert Frisch hat sich dazu Gedanken gemacht. Die ausführliche Analyse lesen sie hier.

 

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